Klasse 5a – Inklusionsklasse

 

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2015/2016 haben fünf neue Klassen in der Jahrgangsstufe 5 angefangen. Eine davon ist die 5a, hier nehmen 12 Schülerinnen und 10 Schüler am Unterricht teil. Die 12 Mädchen heißen (in alphabetischer Reihenfolge): Catharina, Chiara, Elma, Katharina, Jana, Jasmin, Lea, Lotte, Phoebe, Sophie, Vaia, und Victoria. Die 10 Jungs heißen (ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge): Aaron, Arshia, David, Faraz, Johan, Mika, Niklas, Pascal, Sammi und Tarek.

 

 

 Wir sind eine sogenannte Inklusionsklasse! Was heißt das und woran kann man dies erkennen?

 Unter einer Inklusionklasse versteht man eine Klasse, in der SchülerInnen mit einem sogenannten sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam mit SchülerInnen ohne Förderbedarf unterrichtet werden. Dabei kann sich dieser sogenannte sonderpädagogische Förderbedarf ganz unterschiedlich darstellen. Hier spricht man in der Fachsprache von sogenannten Förder- und Entwicklungsschwerpunkten.

 

So gibt es zum Beispiel die Förder- und Entwicklungsschwerpunkte Lernen, Sprache, Sehen, Hören oder körperliche und motorische Entwicklung.

 Diese SchülerInnen benötigen je nach Bedarf zum Beispiel persönliche Unterstützung beim Lernen und Arbeiten, mehr Zeit bei der Anfertigung von Aufgaben oder bei Klassenarbeiten oder auch besondere Hilfsmittel, die das Lernen und Arbeiten unterstützen. Auch werden nach Bedarf die individuellen Möglichkeiten berücksichtigt, so dass beispielsweise in bestimmten Unterrichtsphasen für bestimmte SchülerInnen sogenanntes Differenzierungsmaterial zum Einsatz kommt oder auch mit kleineren Lerngruppen im Klassenraum oder auch mal in anderen Unterrichtsräumen gearbeitet wird.

 Auch in unserer Klasse 5a gibt es SchülerInnen mit einem besonderen Förderbedarf. Dies sieht man zum Beispiel daran, dass in der Klasse 22 SchülerInnen unterrichtet werden, in den anderen 5er-Klassen sind es dagegen 29.

Auch besteht die Klassenleitung nicht wie bei den anderen Klassen aus einer sondern aus zwei Personen, dies sind Herr Nitz (Lehrer für Sonderpädagogik, Sport und Religion) sowie Frau Boese (Sozialpädagogin).

Neben der Klassenleitung und den FachlehrerInnen arbeiten in der Klasse noch vier InklusionsassistentInnen (diese unterstützen jeweils eine Schülerin bzw. einen Schüler in jeder Unterrichtstunde, so dass ein individuelles Lernen und Arbeiten gut möglich ist).

 Dies bedeutet also, dass in jeder Unterrichtsstunde immer zwei Lehrpersonen sowie die InklusionsassistentInnen anwesend sind.

 Für nicht wenige SchülerInnen der 5a waren viele Dinge zu Beginn des Schuljahres ganz neu – neue Schule, neue MitschülerInnen, neue LehrerInnen, neue Fächer, viele Erwachsene in der Klasse. Um allen den Einstieg und das Ankommen in der Klasse und der Schule zu erleichtern, haben wir uns in der Einführungswoche viel Zeit genommen, uns gegenseitig und die neue Schule kennen zu lernen.

 Dabei haben wir unsere Klasse unter das Motto gestellt:

 „Jeder Fremde kann ein neuer Freund werden!“

 Mittlerweile sind 2 Monate vergangen und alle SchülerInnen haben sich ganz gut eingelebt. Die meisten SchülerInnen haben sich schon an die zugegeben oft sehr langen Schultage gewöhnt, sie kennen jetzt alle Erwachsenen mit Namen, halten – meistens – die Klassenregeln ein und beherrschen mehr oder weniger den Umgang mit dem Lernkompass. Auch wenn es manchmal Umstimmigkeiten oder Streit zwischen bestimmten MitschülerInnen gegeben hat, waren alle immer bereit (bisweilen auch mit Unterstützung der Erwachsenen) und dann auch in der Lage, aufeinander zuzugehen und miteinander wieder einen neuen Anfang hinzubekommen.

 Die oben dargestellten speziellen Bedingungen einer Inklusionsklasse erfordern von allen SchülerInnen sicherlich noch mehr an gegenseitigem Verständnis als dies in Nichtinklusionsklassen erforderlich ist. Da man sich dies wünschen, aber nicht erwarten kann und auch weil dies nicht selbstverständlich ist, sind wir als Klassenleitung der 5a sehr froh, dass sich ein gutes Klassenklima entwickelt hat, in dem die Wichtigkeit von Freundlichkeit und gegenseitigem Respekt allen bewusst ist (auch wenn sie schon mal vergessen wird) und sich alle bemühen, miteinander gut auszukommen.

 

Am letzten Tag vor den Herbstferien haben wir dann eine Umfrage gemacht, in der alle ihren Eindruck von den ersten 2 Monaten weitergeben konnten. Dabei haben wir festgestellt, dass wir alle (Kinder und Erwachsene) ziemlich froh sind, zu dieser Klasse zu gehören. Viele SchülerInnen haben auch bemerkt, dass unser Klassenmotto für sie zugetroffen hat und sie schon Freunde finden konnten.

 Von Seiten der Klassenleitung wünschen wir uns, dass es in diesem Sinne weitergehen möge und wir weiter als Klasse zusammenwachsen werden, in der sich alle gegenseitig unterstützen wollen. Die Klassenfahrt im April nächsten Jahres wird dazu bestimmt beitragen.

 

 

 

 

   
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